Elke Zauners Malerei beschäftigt sich mit den elementaren Bedingungen von Bildlichkeit: Rahmungen, Abstraktion und Gegenständlichkeit, Licht und Farbe, Flächigkeit und Suggestionen von Tiefe.
Nachdem sich ihre Arbeit in den letzten Jahren auf die (Un-)Möglichkeit von Landschaft- und Tiermotive konzentriert hat, sind die aktuellen Arbeiten stark als abstrakte Raumbilder konzipiert. Im Mittelpunkt steht dabei das Interesse an räumlichen Effekten von Licht. Eine Restgegenständlichkeit von plastischen Rahmungen wird darin von Lichtfasern ausgehöhlt. Graphische Strukturen (Rahmungen und Konstruktionen von linearer Perspektive) stoßen auf diese Weise auf die Lichteffekte von ausfransenden Farbfeldern.
Was in den Tier- und Landschaftsbildern als Konkretes erkennbar blieb, besteht aktuell in plastischen Fragmenten, die ihren Widerpart in der Konstruktion einer abstrakten, paradoxalen und gestellhaften Räumlichkeit finden, die auch immer eine existenzielle Metaphorik mit sich führt.
Zauners Arbeitsweise ist weder intuitiv noch geplant sondern gewissermaßen interaktiv: Ein Reagieren auf entstehende Strukturen. Die Offenheit dieser Prozesse bleibt in den Bildern erhalten. Ihnen entsprechen Durchblicke und Öffnungen.